Faszination und Forschung im EXPLORIKUS
Das EXPLORIKUS ist ein herausragendes Beispiel gemeinsamen Engagements für und in der Region. Bei der Konzipierung und Implementierung einer Exponat-basierten Ausstellung für das Science Center kooperiert die Stadt Wetzlar mit der Justus-Liebig-Universität Gießen und weiteren Institutionen.
In einer einzigartigen Welt aus Planeten auf ihren Umlaufbahnen bewegen sich Kinder und Jugendliche als Superhelden-Avatare: Die Region Mittelhessen ist in naher Zukunft um eine Attraktion reicher: das Science Center EXPLORIKUS. Wenn dieser zentrale Lern- und Erlebnisort in den Wetzlarer Domhöfen nach jetzigem Planungsstand Ende 2026 / Anfang 2027 seine Tore öffnet, wird dies der vorläufige Höhepunkt einer gelungenen Kooperation der Stadt Wetzlar, vertreten durch die Science Center Wetzlar gGmbH, mit zahlreichen Förderinnen und Förderern sein. Ohne ein hervorragendes Netzwerk und das gemeinsame Engagement von Unternehmen und Politik, Institutionen und Bildungseinrichtungen sowie zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern wäre ein solches Großvorhaben undenkbar.
Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist als Kooperationspartnerin für die wissenschaftliche und didaktische Konzeption der Exponate zuständig. Seit Mai 2024 kooperieren die JLU und die Stadt Wetzlar, um ein innovatives Ausstellungskonzept für das Science Center zu entwickeln, dessen Name EXPLORIKUS im September 2025 feierlich bekanntgegeben wurde. Nachdem die Konzeptphase weitgehend abgeschlossen ist, kann jetzt mit der Umsetzung begonnen werden. Für Konzeption und Bau der Exponate stellt die Science Center Wetzlar gGmbH der JLU insgesamt 378.000 Euro an Sach- und Personalmitteln bereit.
Die Region wird um eine Attraktion reicher
JLU-Präsidentin Prof. Dr. Katharina Lorenz freut sich sehr über die gelungene Zusammenarbeit der Universität Gießen mit der Stadt Wetzlar und dem Team des Science Centers EXPLORIKUS: „Hier zeigt sich einmal mehr, wie stark die JLU in der Region Mittelhessen vernetzt ist und wieviel kreatives Potenzial sich in gemeinsamer Anstrengung freisetzen lässt – zum Wohle des gesamten Wissensstandorts und im Interesse von Schülerinnen und Schülern, potenziellen Studierenden, interessierten Gästen sowie Bürgerinnen und Bürgern in einer Region, die um eine Attraktion reicher sein wird.“
Ebenso erfreut ist Oberbürgermeister Manfred Wagner: „Ich freue mich sehr darüber, dass wir in Wetzlar einen neuen Raum entstehen lassen können, der Wissenschaft und Technik lebendig macht. Dieser Erlebnisraum lädt zu einer spielerischen Entdeckungstour, zum Staunen und zum Erkunden von Zukunftsvisionen ein. Hier werden MINT-Begeisterung und Berufsorientierung auf inspirierende Weise vereint. In der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der Justus-Liebig-Universität Gießen, aber auch unseren Sponsoren wollen wir Menschen dazu einladen, mit viel Freude zu lernen und zu erleben. Vielleicht animieren wir aber auch Besucherinnen und Besucher in der von Neugierde, Erfindergeist und unternehmerischer Verantwortung geprägten Geschichte unserer Stadt, in der Zukunft neue Kapitel aufzuschlagen.“
Gemeinsames Engagement: (1. Reihe v.l.n.r.) Prof. Peter J. Klar, Projektverantwortlicher JLU; Manfred Wagner, Oberbürgermeister der Stadt Wetzlar; Dr. Andreas Viertelhausen, seinerzeit Bürgermeister der Stadt Wetzlar; JLU-Präsidentin Prof. Dr. Katharina Lorenz; (2. Reihe) Prof. Dr. Stefan Björn Hennemann, seinerzeit Dekan FB07 an der JLU; Claus Röming, Geschäftsführer Stadthallen Wetzlar und Geschäftsführer Science Center Wetzlar gGmbH; Ralf Niggemann, Manager Wetzlar Network und Geschäftsführer Science Center Wetzlar gGmbH Wetzlar; Tom Niklas Krämer, Projektmitarbeiter EXPLORIKUS, Wirtschaftsförderung; Laura Lücke, Projektmitarbeiterin EXPLORIKUS; JLU-Vizepräsident Prof. Dr. Alexander Goesmann. (Archivbild 29.5.2024)
„Gamification“ soll allen Interessierten einen entdeckerischen und spielerischen Zugang ermöglichen
Prof. Dr. Peter J. Klar vom I. Physikalischen Institut und Prof. Dr. Claudia von Aufschnaiter vom Institut für Didaktik der Physik, beide JLU, haben die fachliche und fachdidaktische Federführung für die Ausstellung inne. Sie erläutern das didaktische Konzept, das darauf ausgerichtet ist, verschiedene Zielgruppen altersspezifisch abzuholen und aktiv einzubinden. „Raumfahrt als faszinierende Hochtechnologie bietet das Setting der Ausstellung“, sagt Prof. von Aufschnaiter. „Besucherinnen und Besucher werden spielerisch zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Neben Kompetenzerleben beim Spielen werden die Phänomene hinter den Exponaten vermittelt und zudem auf die jeweilige Person zugeschnittene Informationen zu Berufs- und Studienmöglichkeiten im MINT-Bereich bereitgestellt.“
Prof. Klar ergänzt: „Das Zauberwort heißt „Gamification“, eine Aufbereitung von MINT-Themen in Exponaten, die allen Interessierten einen entdeckerischen und spielerischen Zugang ermöglichen. Dieses Konzept praktisch umzusetzen, ist ebenso innovativ wie herausfordernd.“ Ob Marie Curie, Albert Einstein oder Stephen Hawking – das Ziel, mit einem selbstgewählten Avatar einen hohen Score zu erzielen und sich durch verschiedene Level zu spielen, soll für die Besucherinnen und Besucher gleichzeitig Motivation sein, sich tiefer mit naturwissenschaftlichen Themen auseinanderzusetzen, und Interesse an MINT-Themen wecken.
Besucherinnen und Besucher als Avatare auf den virtuellen Planeten Vectron, Luxor und Materra
Der Weg durch die Ausstellung variiert je nach Altersstufe und wird zunehmend herausfordernder. Nach der Wahl ihres persönlichen Avatars haben die Gäste als Einzelspieler oder im Team mit bis zu vier Teilnehmenden auf einer Planetenreise spannende Missionen zu erfüllen. Klassische Exponate bieten darüber hinaus eine haptische Erfahrung physikalischer Phänomene aus den Themenfeldern Optik, Mechanik, Robotik, Materie und Energie. Die gesammelten Kenntnisse werden in Spielsituationen im Weltraum in den virtuellen Planenten Vectron, Luxor und Materra themenübergreifend umgesetzt. Darüber hinaus sollen weiterführende Angebote die Vernetzung in die Region und die JLU unterstützen sowie zur Studien- und Berufsorientierung beitragen.
Science Center EXPLORIKUS
Das EXPLORIKUS soll als Bildungs- und Freizeitangebot zu einem weit über die Stadt Wetzlar und die Region Mittelhessen hinausstrahlenden Leuchtturm werden. Dazu entsteht im Obergeschoss des Domhofs 2 in Wetzlar auf rund 900 Quadratmetern Fläche das Science Center. Durch Kooperationen mit Firmen, Schulen und Hochschulen – auch die THM ist über StudiumPlus eingebunden – der Region wird EXPLORIKUS zu einem Knotenpunkt von MINT-Aktivitäten, der über seine spielerische Ausstellung individuell MINT-Interesse befördert. Ein Ort, an dem Entdeckergeist auf Zukunftsvision trifft!
Folgende Unternehmen und Institutionen unterstützen das Science Center EXPLORIKUS:
Carl ZEISS AG, Leica Camera AG, Leica Microsystems GmbH, Bosch Thermotechnik GmbH, CJ Optik GmbH & Co. KG, HENSOLDT Optronics GmbH, Herborner Pumpentechnik GmbH & Co. KG, KEBA Industrial Automation Germany GmbH, Märzhäuser GmbH & Co. KG, OptoTech Optikmaschinen GmbH, PVA TePla AG, Stadt Wetzlar
Weitere unterstützende Kooperationspartner sind:
Viseum Wetzlar e. V., Studium Plus – Technische Hochschule Mittelhessen , MINT-Cluster Wetzlar, Wetzlar Network, Hessen Trade & Invest
Gefördert wird das Projekt unter anderem durch:
LEADER-Region LAHN-Dill-Wetzlar (250.000 Euro) im Rahmen des GAP-Strategieplans 2023 – 2027; WI.Bank (400.000 Euro) – Tourismusförderung – Öffentliche touristische Infrastruktur
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