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3D statt WM

Wetzlar Network & DPG

Die Herstellung dreidimensionaler Werkstücke durch 3D-Drucker ist das Thema der Stunde. Selbst zur WM Primetime kamen mehr als 40 Zuhörer, um von Prof. Dr. Georg von Freymann über aktuelle und zukunftsweisende Anwendungen in der Optik und Biologie mehr zu erfahren.

Am Montag, den 16. Juni 2014 war bekanntlich das erste Vorrundenspiel der Deutschen Nationalmannschaft in Brasilien angesetzt. Zeitgleich hielt Prof. Dr. Georg von Freymann von der Technischen Universität Kaiserslautern, Fraunhofer IPM, mit erfreulicher Resonanz dagegen. Im Rahmen der Industriegespräche Mittelhessen sprach er über „3D-Druck auf der Mikroskala – Anwendungen in Optik und Biologie“.

 

Das Thema 3D-Druck ist in aller Munde, vor allem im Hinblick auf die Gestaltungsfreiheit eines jeden, dreidimensionale Gegenstände nach eigenen Entwürfen ausdrucken zu können. Prof. Dr. Georg von Freymann, der seit Juni 2013 die Abteilung „Materialcharakterisierung und -prüfung“ des Fraunhofer IPM am Standort Kaiserslautern leitet, legt den Schwerpunkt auf sehr kleine Strukturen – so klein, dass sie auf der Größenordnung einzelner menschlicher Zellen eingesetzt werden können oder die Ausbreitung von Licht verändern. In seinem Vortrag schilderte er, wie derartige Strukturen z.B. das Zellwachstum positiv beeinflussen und somit das Einwachsen von Implantaten beschleunigen können. Hierbei sind Strukturabmessungen weit unterhalb der Dicke eines menschlichen Haars gefordert.

Um Licht zu lokalisieren, müssten die Strukturen auf die Skala der Wellenlänge reduziert werden, so Prof. von Freymann, hier sei Präzision im Bereich weniger zehn Nanometer gefordert. Interessant dabei sei, dass diese Strukturen selber durch Licht gefertigt würden. Durch dieses Verfahren umspannt der 3D-Druck mit all seinen Verfahren mittlerweile Größenordnungen vom Nanometerbereich bis in die Makrowelt.

Die Veranstaltung fand am 16. Juni um 18:15 Uhr im Hörsaal III der Physikalischen Institute der Justus-Liebig-Universität Gießen statt. Nach dem Vortrag standen die Veranstalter, der Referent und die Besucher noch lange zusammen, um über Anwendungen des 3D-Drucks zu diskutieren – oder eben doch über den Ausgang der Begegnung Deutschland – Portugal.

 

Veranstaltung:

Prof. Dr. Georg von Freymann
„3D-Druck auf der Mikroskala – Anwendungen in Optik und Biologie“
16.06. 2014, 18.15 Uhr
Hörsaal III der Physikalischen Institute
Justus-Liebig-Universität
Heinrich-Buff-Ring 14
35392 Gießen

 



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