Seite drucken


Reflexminderung durch Plasmatechnik

Wetzlar Network & DPG

Am Montag, den 15. Juli sprach Dr. Ulrike Schulz im Rahmen der Industriegespräche Mittelhessen über „Reflexminderung von optischen Oberflächen – innovative Lösungen durch Plasmatechnik“.

Bei vielen optischen Komponenten geht es darum, eine möglichst hohe Lichttransmission zu erreichen. Reflexionsverluste müssen deshalb durch spezielle Oberflächenvergütungen unterdrückt werden. Für Glas und Kunststoffoberflächen wurden dafür mechanisch stabile Interferenzschichtsysteme entwickelt, die heute durch plasma-gestützte Aufdampfverfahren nanometergenau abgeschieden werden können. Allerdings ist die erreichbare Reflexminderung dieser klassischen Systeme begrenzt, z.B. wenn Linsen stark gekrümmt sind oder wenn die Entspiegelung in einem großen Lichteinfallswinkelbereich wirken soll. Alternativ können sogenannte „Effektive Medien“ für die Entspiegelung genutzt werden, z.B. in Form von Nanostrukturen.

Auf Einladung der Industriegespräche Mittelhessen erläuterte Dr. Ulrike Schulz, welche Potenziale und Chancen solche innovativen Lösungen zur Reflexminderung von optischen Oberflächen bieten. Frau Dr. Schulz ist Leiterin der Abteilung „Coating on Plastics“ am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) in Jena. In ihrem Vortrag sprach sie insbesondere über die Möglichkeiten und den Einsatz von Plasmatechnik. Plasmageätzte Nanostrukturen sind hauptsächlich für die innenliegenden Flächen komplexer Kameraoptiken aus Glas oder Kunststoff von Interesse.

Im Anschluss an den Vortrag nutzten die Teilnehmer bei einer Nachsitzung mit einem kleinen Buffet die Möglichkeit zur vertiefenden Diskussion oder zum zwanglosen Erfahrungsaustausch untereinander.

 

Veranstaltung:

Dr. Ulrike Schulz
Fraunhofer IOF, Jena
„Reflexminderung von optischen Oberflächen – innovative Lösungen durch Plasmatechnik“

15.06.2013, 18.15 Uhr
Hörsaal III der Physikalischen Institute
Justus-Liebig-Universität
Heinrich-Buff-Ring 14
35392 Gießen

 

 

 

 



URL: