Seite drucken


Connecting Knowledge

Wetzlar Network & DPG

Die Industriegespräche Mittelhessen haben sich als Forum für den Austausch zwischen Akademikern, Studierenden und den Unternehmen erfolgreich etabliert.

Die Industriegespräche der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) bieten regionale Foren für die Diskussion von Themen der physikalischen Forschung an der Schnittstelle des Transfers in die Anwendung sowie zu aktuellen Fragestellungen der Industrie. Nach den Vorbildern der Industriegespräche an den Standorten Berlin, München, Chemnitz/Jena und Bad Honnef wurden jetzt die Industriegespräche Mittelhessen ins Leben gerufen. Mit großem Erfolg, wie sich nach den Veranstaltungen im ersten Halbjahr 2012 abzeichnet.

Fachlicher Austausch und „Networking“ zwischen Industrie und Akademie

Die vom Wetzlar Network und den Mitgliedern von DPG und VDI initiierten Industriegespräche Mittelhessen richten sich speziell an Industriephysikerinnen und -physiker, aber auch an Studierende der technischen Fächer sowie Vertreter aus den Unternehmen der Region. Das Forum verfolgt zwei Ziele: zum einen soll es den fachlichen Austausch über aktuelle Fachthemen fördern, zum anderen das „Networking“ zwischen Industrie und Akademie intensivieren. Davon profitieren beide Seiten gleichermaßen, zumal wenn es darum geht, hochqualifizierte Nachwuchskräfte für die Unternehmen zu gewinnen – und umgekehrt. Insofern bilden die Physikalischen Institute der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen den perfekten Rahmen für die Industriegespräche Mittelhessen. Organisiert wird die Vortragsreihe vom Arbeitskreis Industrie und Wirtschaft der DPG, dem Wetzlar Network, optence und dem VDI Bezirksverein Mittelhessen e.V.

Von der „Terahertz-Systemtechnik“ bis zur „Adaptronik“

Die Auftaktveranstaltung bestritt Prof. Dr. Martin Koch von der AG Experimentelle Halbleiterphysik im Fachbereich Physik der Philipps-Universität Marburg am 15. März 2012
mit einem Vortrag zur „Terahertz-Systemtechnik“. Am 3. April sprach Prof. Dr. Armin Reller vom Institut für Materials Resource Management der Universität Augsburg über Ressourcenmanagement für die feinoptische und -mechanische Industrie. Einen Besucherrekord verzeichnete die Veranstaltungsreihe am 19. April, als Dr. Lutz Schröter, Bereichsleiter Strategie und Projekte bei Volkswagen, über Berufsfelder für Physiker, über aktuelle Bedarfe und Zukunftsaussichten referierte.

Am 24. Mai stellte Prof. Dr. Karl-Josef Schalz von der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst in Göttingen die Prinzipien und Einsatzgebiete der vergleichsweise jungen und zukunftsweisenden Querschnitttechnologie „Adaptronik“ vor. Das Programm des ersten Halbjahres beschloss am 12. Juli 2012 Dr. Arnold Nicolaus von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, Braunschweig/Berlin mit plausiblen Antworten auf die triftige Frage: „Ist das Kilogramm noch ein Kilo Gramm?“

Programm der Industriegespräche im zweiten Halbjahr 2012

Mit der Resonanz auf die neu eingeführten Industriegespräche Mittelhessen zeigt sich Ralf Niggemann, Manager des Wetzlar Network, sehr zufrieden: „Die Fachthemen kommen gut an, und die Möglichkeit zum informellen Austausch direkt nach den Vorträgen wird intensiv genutzt.“ Die Vorbereitungen für das zweite Halbjahr 2012 laufen bereits auf Hochtouren. So wird Achim Hofmann von der Heraeus Quarzglas GmbH & Co. KG über Eigenschaften und High-Tech-Anwendungen von Quarzglas referieren. Ulrike Schulz vom Fraunhofer IOF Jena verrät, wie Plasmatechnik als innovative Lösung zur Reflexminderung optischer Oberflächen eingesetzt wird. Prof. Stefan Gäth von der JLU Gießen wiederum stellt den Raw Material Value-Ansatz vor. Insgesamt vier Veranstaltungen werden im Wintersemester 2012/2013 an der JLU Gießen stattfinden, jeweils am ersten Montag im Monat.

Die Industriegespräche Mittelhessen werden gemeinsam vom Arbeitskreis Industrie und Wirtschaft der DPG, dem Wetzlar Network, optence und dem VDI Bezirksverein Mittelhessen e.V. organisiert.

 

Programm und Anmeldung:

www.industriegespraeche.dpg-physik.de

 



URL: