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Hightech Guidance

SPECTARIS

Der Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien SPECTARIS vertritt die Interessen des Hightech-Mittelstandes – in Deutschland und international.

Die Geschichte von SPECTARIS begann vor 130 Jahren in Berlin mit der Gründung der „Deutschen Gesellschaft für Mechanik und Optik“. Seit sieben Jahren hat der Industrieverband seinen Hauptsitz wieder in der Bundeshauptstadt. Hier laufen die Fäden des Dachverbands und seiner einzelnen Fachverbände zusammen.

Technologische Spitzenkompetenz und Hightech-Mittelstand

Es ist der 6. Oktober 2011. Drei Tage nach dem Tag der Deutschen Einheit tritt Außenminister Guido Westerwelle im Europasaal des Auswärtigen Amtes ans Rednerpult. An diesem Morgen spricht er nicht über die Wiedervereinigung, sondern über technologische Spitzenkompetenz und den Hightech-Mittelstand in Deutschland. Er lobt die innovativen und exportorientierten Branchen Medizintechnik sowie Analysen-, Bio- und Labortechnik, die gerade im Ausland sehr geschätzt würden. Auch der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Ernst Burgbacher, und sein Kollege vom Bundesministerium für Gesundheit, Thomas Ilka, signalisieren ihre Bereitschaft, die Exportaktivitäten dieser zukunftsträchtigen Branchen zu unterstützen. Die beiden Veranstalter des Außenwirtschaftstags, der Hightech-Branchenverband SPECTARIS und die German Healthcare Export Group (GHE), hören das gerne. Noch mehr gilt dies für die vielen Teilnehmer und Unternehmensvertreter aus der optischen, medizinischen und mechatronischen Industrie. Für sie tritt SPECTARIS ein. Nicht nur an diesem Tag, sondern langfristig, und das schon seit sage und schreibe 130 Jahren.

Von der „Deutschen Gesellschaft für Mechanik und Optik“ zu SPECTARIS

Im Jahr 1881 wird die „Deutsche Gesellschaft für Mechanik und Optik“ gegründet – zur „Wahrung gemeinsamer Interessen“, wie es damals heißt. Ein Mal im Jahr treffen sich die Mitglieder zur Hauptversammlung, ein Mal im Monat erscheint die „Deutsche Mechanikerzeitung“. Im Jahr 1900 präsentiert die Gesellschaft auf der Weltausstellung in Paris die Innovationskraft deutscher Präzisionstechnik und Feinoptik. 76 deutsche Firmen beteiligen sich an der Ausstellung und sorgen für weltweite Aufmerksamkeit. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erfolgt die Wiedergründung des Verbandes Feinmechanik und Optik (F+O), der seine Mitgliedsunternehmen beim Wiederaufbau tatkräftig unterstützt. Der Wandel in der deutschen Industrielandschaft, der politisch und gesellschaftlich mit der Wiedervereinigung 1990 beginnt und insbesondere in den Hightech-Branchen rasant Fahrt aufnimmt, prägt maßgeblich die Aktivitäten des Verbandes. Seit 2002 heißt er SPECTARIS.

Industrieverband der optischen, medizinischen und mechatronischen Industrie

Mit rund 400 Mitgliedsunternehmen gehört der Industrieverband SPECTARIS heute zu den stärksten im Land – und angesichts der aktuellen und zu erwartenden Branchenentwicklungen auch zu den wichtigsten. Der Gesamtumsatz der optischen, medizinischen und mechatronischen Industrie in Deutschland lag 2010 bei 41,6 Milliarden Euro mit einer Exportquote von mehr als 60 Prozent. Mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes erzielte dabei die deutsche Photonik-Industrie. Die deutsche Augenoptik-Branche ist eine der Weltmarktführer bei Brillengläsern. Medizintechnik aus Deutschland genießt weltweit einen exzellenten Ruf. Die deutsche Analysen-, Bio- und Labortechnik ist in jedem Labor der Welt zuhause. Auch im Bereich Imaging und Fototechnik, so Thorsten Kortemeier, Vorsitzender der gleichnamigen SPECTARIS-Fachgruppe, „gilt ‚Made in Germany‘ heute wie damals als Gütesiegel, mit dem deutsche Hersteller im internationalen Wettbewerb erfolgreich agieren und wachsen können.“

Intensiver Austausch in Fachverbänden und Fachgruppen

„Zu unseren Kernaufgaben gehört es, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie in diesen Bereichen und somit Standorte und Arbeitsplätze zu sichern“, erklärt Dr. Tobias Weiler, Geschäftsführer von SPECTARIS. Die unterschiedlichen Interessen der Bereiche Consumer Optics, Photonik und Präzisionstechnik, Medizintechnik oder Analysen-, Bio- und Labortechnik zu vertreten, ist keine einfache Aufgabe. Die einzelnen Fachverbände und Fachgruppen kümmern sich darum, dass dies mit Blick auf die konkreten Bedarfsanforderungen und Entwicklungen der einzelnen Branchen gelingt.

Verband unterstützt und fördert den Wissensaustausch

Seit fast drei Jahren leitet Birgit Ladwig den Fachverband Photonik + Präzisionstechnik und vertritt rund 100 Hersteller von optischen Technologien im Bundesgebiet. Neben der gezielten Unterstützung beim Innovations- und Außenhandelsmanagement etabliert der Fachverband Foren und knüpft Netzwerke zu Partnerorganisationen, die – wie etwa das Wetzlar Network – auf regionaler Ebene wichtige Basisarbeit leisten. In verschiedenen Arbeitskreisen wiederum fördert der Verband den Wissensaustausch bei konkreten unternehmerischen Themen wie zum Beispiel Marketing, gesetzliche Richtlinien, Personalmanagement oder Versorgungssicherheit. Die bedenkliche Zuspitzung der Versorgungslage bei „Seltenen Erden“ etwa, die zuletzt auch auf höchster politischer Ebene für Aufmerksamkeit sorgte, hat SPECTARIS zu einer besonderen Initiative veranlasst: Im Dezember 2010 startete der Verband gemeinsam mit seinen Mitgliedsunternehmen ein Industrieprojekt, um auf die extreme Verknappung der für die optische Industrie so wichtigen „Seltenen Erden“ zu reagieren.

Kompetenznetzwerke, von denen mittelständische Unternehmen profitieren

Als Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Politik hat SPECTARIS ein Gespür für die Bedürfnisse der Mitgliedsunternehmen, deren Marktposition im internationalen Wettbewerb von einem Faktor ganz besonders abhängt, wie Vorstandsvorsitzender Josef May unterstreicht: „Innovationen sind eine Triebfeder für den wirtschaftlichen Erfolg unserer Branchen. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen aber sind nicht immer in der Lage, alleine ihre innovativen Ideen technisch oder wirtschaftlich erfolgreich umzusetzen.“ Hier leistet der Verband wertvolle Unterstützung. Durch Projektförderung und Forschungsverbünde entstehen Kompetenznetzwerke, von denen auch und gerade mittelständische Unternehmen profitieren. Sie eröffnen ganz neue Möglichkeiten bei der Forschung und Entwicklung, aber auch bei der Vermarktung der Produkte, die den Unternehmen ohne diese Partnerschaften nicht zur Verfügung stünden.

 

Weitere Informationen:

www.spectaris.de

 



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