Die Messeveranstalter Christoph Rénevier (rechts) und Jörg Brück. (Bild: Christian Plaum)
Die Messeveranstalter Christoph Rénevier (rechts) und Jörg Brück. (Bild: Christian Plaum)

W3+ FAIR

Vorfreude zur Premiere

Am 19. und 20. Februar 2014 feiert die W3+ FAIR ihre Premiere in der Rittal Arena Wetzlar. Im Interview erklären Christoph Rénevier und Jörg Brück, warum die W3+ FAIR genau die richtige Messe am richtigen Standort ist

W3+: Herr Rénevier, lassen Sie uns so kurz vor der Premiere der W3+ FAIR in Ihr Innerstes blicken: Was überwiegt – die Anspannung oder die Vorfreude?

Christoph Rénevier: Die Anspannung ist deutlich spürbar, aber die Vorfreude überwiegt, denn die W3+ FAIR wird die erste Messe ihrer Art in Deutschland werden. Keine andere Veranstaltung vernetzt die drei Branchen Optik, Mechanik und Elektronik und schafft so ein Forum für Wissenstransfer und neue Lösungen. Wir versprechen uns davon einen Innovationsschub für die Branchen – auch weil die Messe auf Initiative der Industrie ins Leben gerufen wurde.


W3+: Rund 60 teilnehmende Unternehmen, Verbände, Hochschulen und Institutionen zur Premiere der W3+ FAIR – haben Sie damit gerechnet?

CR: Mittlerweile liegt die Teilnehmerzahl bei rund 100. Damit ist die zentrale Messefläche so gut wie ausgebucht. Die Anzahl der Unternehmen entspricht unseren Planungen, aber es ist die Qualität der Aussteller und Sponsoren, die uns bei einer Erstveranstaltung dieser Art besonders erfreut. Hier sind Weltmarktführer und KMUs unter einem Dach, und alle rechnen mit einem einzigartigen Informationstransfer und vielen interdisziplinären Kontakten.


W3+: Hat sich das Konzept der Messe zu einem Selbstläufer entwickelt oder mussten Sie im Vorfeld viel Überzeugungsarbeit leisten?

Jörg Brück: Wir haben versucht, alle Fäden, die uns von Industrie-Seite angetragen wurden, zu verknüpfen. Das Ergebnis ist diese neue Netzwerk-Messe, die die Kommunikation innerhalb der Branchen hier in Wetzlar nach Deutschland und Europa öffnen soll. Zu Beginn gab es ein bisschen Skepsis, auch wegen der großen etablierten Messen – so ist der Mittelhesse nun einmal. Aber wir sind keine Konkurrenz sondern sehen uns vielmehr als sehr interessante Nische für den branchenübergreifenden Austausch.


W3+: Es gibt Messen, die könnten überall stattfinden. Die W3+ FAIR ist als Fachmesse für Optik, Elektronik und Mechanik speziell auf das Branchenprofil der Region Wetzlar und Mittelhessen ausgerichtet. Findet hier also sozusagen zusammen, was zusammengehört?

CR: Die Region Wetzlar und Mittelhessen ist ein Innovationsmotor der Branchen, national und international. Experten von überall her haben jetzt die Möglichkeit, hier mitzureden und neues Business zu erschließen – im Dialog mit den Unternehmen vor Ort. Bei Bedarf kann man auch gleich einen Unternehmensbesuch anschließen. Das ist ein immenser Vorteil. Gleichzeitig profitiert die Region von der Vermarktung der ansässigen Cluster.
Für die ausstellenden Unternehmen liegt der Nutzen ebenfalls auf der Hand: Der Aufwand einer Teilnahme an den üblichen Leitmessen ist enorm. Für die meisten Aussteller könnte bei der W3+ FAIR eine bislang unerreichte Effizienz realisiert werden. Die Wege sind kürzer, der Aufwand für Standbau, Personal, Reisekosten usw. ist limitiert. Wenn wir all diese Aspekte betrachten, sind wir überzeugt, dass hier eine außergewöhnliche und nachhaltige Veranstaltung entsteht.


W3+: In der Industrieregion Wetzlar sind internationale Branchengrößen und kleine, feine Mittelständler zu Hause. Spiegelt die Fachausstellung der W3+FAIR dieses einzigartige Spektrum wider?

JB: Die W3+ FAIR ist ein sehr interessanter Mix aus weltmarktführenden Unternehmen und Hidden Champions, die zusammen zukunftsweisende Geschäftsfelder erschließen können. Dafür gibt es hinreichend Beispiele, und mit dieser Erwartungshaltung kommen unsere Aussteller zu der Messe. Gleichzeitig ist das auch der Anreiz für Fachbesucher: Durch die branchenübergreifende Thematik werden hier Sachverhalte besprochen und weiterentwickelt, die sie normalerweise vielleicht nicht erfahren würden.


W3+: Die W3+ FAIR ist weit mehr als eine Messe – sie versteht sich als Branchenforum. Ein zentraler Aspekt ist der Austausch zwischen den Unternehmen und der Wissenstransfer zwischen Industrie und Wissenschaft. Was muss man sich konkret darunter vorstellen?

CR: Die Veranstaltung ist komplex – und dadurch hochinteressant. Den Besucher erwarten ein umfassendes Vortrags- und Informationsprogramm, konkrete Best-Practice-Beispiele und Lösungsvorschläge, dazu eine sehr heterogene Aussteller-Struktur und diverse Lounges zum Netzwerken. Zusätzlich organisieren wir eine hochkarätige Abendveranstaltung für die Executive-Riege der Unternehmen und Institutionen sowie eine Recruiting-Meile für Experten und Young Professionals.
Der Besucher erfährt also Trends und Ausblicke in die Zukunft, erkundigt sich über existierende Lösungen, trifft potenzielle Partner für die (Weiter-)Entwicklung seiner Produkte und erfährt bei Bedarf Finanzierungs- und Förderungsalternativen. Für intensivere Gespräche zieht er sich in die Lounges zurück oder besucht das Unternehmen sogar, falls der potenzielle Partner in der Region ansässig ist. All dies bildet die Grundlage für eine einzigartige Veranstaltung.


W3+: Am ersten Messetag findet die exklusive Abendveranstaltung „W3+ and Friends“ statt. Wie wichtig ist neben dem offiziellen Teil der informelle Austausch?

JB: Viele neue Ideen und Geschäfte entstehen nicht am Schreibtisch sondern in informeller Atmosphäre. Die „W3+ and Friends“ steht ausschließlich Ausstellern, Partnern und Sponsoren offen. Wir wollen so den exklusiven Rahmen erhalten – jeder, der vor Ort ist, hat ein immenses Interesse an der Thematik. Da sollte es leicht sein, ins Gespräch zu kommen.


W3+: Die hohe Anziehungskraft der Messe für Aussteller und Publikum aus der Region steht außer Frage. Erhoffen Sie sich auch überregionale Resonanz?

JB: Hier wurden unsere Hoffnung bereits übererfüllt: Neben den regionalen Ausstellern konnten wir auch Anmeldungen aus der Region Jena und dem Rest der Republik sowie aus Österreich, Schweiz und den Niederlanden entgegennehmen. Diese Akzeptanz bestätigt unser Messekonzept.


W3+: Es liegt in der Natur der Sache, dass Sie als Messeveranstalter immer Ihrer Zeit voraus sind – im Sinne von: vor der Messe ist nach der Messe und nach der Messe ist vor der Messe. Wie sehen Sie das Potenzial der W3+ FAIR perspektivisch?

CR: Wir sind überzeugt, dass die W3+ FAIR das Potenzial einer Leitveranstaltung für die Zusammenführung der drei Branchen – Optik, Elektronik, Feinmechanik – hat. Das gilt nicht hinsichtlich belegter Flächen oder Ausstellerzahlen aber sehr wohl bezüglich Meinungsführerschaft, Trendsetting, Geschäftsanbahnung und Networking. Kurz: die W3+ FAIR wird eine sehr effiziente Veranstaltung für Aussteller und Besucher – und hat damit großes Potenzial für die Zukunft.

 

 

Christoph Rénevier

Geschäftsführer
FLEET Events GmbH

Jörg Brück

Geschäftsführer Backstage Consulting GmbH
Project Director W3+ FAIR

 

 

Informationen zur Messe, zu den
Ausstellern und zum Programm:

www.w3-messe.de