Intensiver Austausch bei der Clustertagung in Wetzlar.
Intensiver Austausch bei der Clustertagung in Wetzlar.

HTAI & Wetzlar Network

Clustertagung in Wetzlar

Am 11. und 12. Juli trafen sich Vertreter verschiedener Industriecluster aus Hessen in Wetzlar. Im Kern ging es um erfolgreiche Netzwerkinitiativen und Innovationsprojekte, von denen vor allem die Mitgliedsunternehmen profitieren.

In den vergangenen Jahren treffen sich die Vertreter hessischer Industriecluster regelmäßig zum Austausch. Jedes Cluster hat sein eigenes Profil. Aber alle verfolgen dasselbe Ziel: Durch erfolgreiche Netzwerkarbeit die Unternehmen ihrer Branche oder der jeweiligen Industriebereiche zu stärken. Dass die vom Hessen Trade & Invest veranstaltete Clustertagung diesmal in Wetzlar stattfand, ist kein Zufall. Hier sind es gleich drei Bereiche, die unter dem Dach des Industrienetzwerks Wetzlar Network vereint sind: Optik, Elektronik und Mechanik. Die Aktivitäten und Initiativen des Wetzlar Network greifen entsprechend stark ineinander.

Solche beispielhaften Themen standen auf der Agenda der zweitägigen Veranstaltung, zu der fast 40 Netzwerkvertreter angereist waren. Ralf Niggemann vom Wetzlar Network begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Im Anschluss stellte Michael Gross von der GROSS GmbH die „KNUT Energiebox“ vor – eine multifunktionelle Containeranlage zur energiesparenden Versorgung von Unternehmen, die gemeinsam mit dem Kompetenz Netz Umwelt Technologie KNUT e.V. realisiert wurde. Wie man solche Innovationsprojekte erfolgreich managt, erläuterte Dr. Claudia Männicke von der HA Hessen Agentur GmbH.

Am zweiten Tag stand das Thema Industrie 4.0 im Fokus. Dazu hat Hessen Trade & Invest eigens das Projektbüro Intelligente Fabrik Hessen aufgestellt. Sascha Peters von der IHK Darmstadt präsentierte das Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Darmstadt. Aus der Praxis berichtete Wolfgang Marquardt vom Technologie-Netzwerk Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe, das als Wegbereiter für Industrie 4.0 bereits verschiedene Querschnitts- und Innovationsprojekte auf den Weg gebracht hat. Ein entscheidender Faktor ist dabei der Technologietransfer – innerhalb des Clusters und darüber hinaus.

Zur Netzwerkarbeit gehört neben der inhaltlichen Arbeit natürlich auch viel Kommunikation und Organisation. In diesem Zusammenhang werden innovative Services entwickelt und angeboten, die vor allem kleine und mittelständische Unternehmen gar nicht leisten könnten. Das zeigte Thomas Eulenstein vom Kunststoff-Institut Lüdenscheid auf. Wie Cluster ihre Kommunikationspotenziale heben können, darüber sprach der Frankfurter Kommunikationsexperte Torsten Sälinger. Es gelte, die Initiativen in den Netzwerken und den Unternehmen stärker nach außen zu tragen.

Genau das geschah während der zweitägigen Clustertagung, bei der viele Erfahrungen und beispielhafte Initiativen zwischen den Netzwerkern ausgetauscht wurden.