Carsten Jung setzt in seiner Branche auf die feinen Unterschiede. (Bilder: Ralf A. Niggemann)
Carsten Jung setzt in seiner Branche auf die feinen Unterschiede. (Bilder: Ralf A. Niggemann)

CJ-Optik

Spot the Difference

Die beiden Initialen in CJ-Optik stehen für Carsten Jung. Als Inhaber des vergleichsweise jungen Unternehmens personifiziert er optische Kompetenz und ein besonderes Gespür für die feinen Unterschiede. Das ist es, was seine weltweiten Kunden an ihm und an seinen Produkten schätzen.

Dass in Carsten Jungs Büro eine hinterleuchtete Weltkarte hängt, auf der ein blauer Punkt seine Firma in Aßlar-Werdorf markiert, wirkt auf den ersten Blick vermessen. Aber eben nur auf den ersten Blick. Denn tatsächlich ist der Inhaber von CJ-Optik ständig unterwegs rund um den Globus: bei Kunden, bei Händlern, auf Messen. Zuhause ist er trotzdem gern – vor allem in seinem neuen Firmengebäude, das er vor neun Monaten bezogen hat.

Globale Absatzmärkte, regionale Wertschöpfung

Eigentlich sollte das Treffen mit Carsten Jung schon kurz vor Weihnachten stattfinden, aber da wurde er kurzfristig abberufen, um vier Autostunden von Kairo entfernt 20 Mikroskope für eine Universität auszuliefern und zu installieren. Dann, im Januar musste er zu Trainings in den Iran. Im Februar klappt es dann – wenige Tage, nachdem er aus Dubai von einer Messe zurückgekehrt ist. Überall ist Carsten Jungs Kompetenz gefragt. Seine Produkte sowieso. Warum das so ist, erklärt er am besten selbst: „Der Markt für Dental- und Operationsmikroskope boomt. Es kommen ständig neue Absatzmärkte hinzu, weil in vielen Ländern die Medizin vermehrt auf höchste Behandlungsstandards setzt. Davon profitieren wir, aber auch unsere Kunden – und vor allem deren Patienten.“

Das klingt sehr danach, als hätte Carsten Jung einfach zur richtigen Zeit auf das richtige Pferd gesetzt. In Wahrheit aber steckt viel mehr dahinter. Jung, der 1985 sein Handwerk erlernte, hat es über den Techniker zum Betriebswirt gebracht. 2007 machte er sich selbstständig, entwickelte Optiken und Zubehöre für Auftraggeber und war beratend tätig. Bis er merkte, dass er sein Know-how, das andere in ihre Produkte einfließen ließen, auch selbst produktiv nutzen könnte. Seither entwickelt er Produkte für sein eigenes Unternehmen und bringt sie auf den Markt. Alles „Made in Germany“ – oder genauer: in der Region Wetzlar. Die Entwicklung erfolgt komplett im Haus. Dreh- und Frästeile kommen von AKM Metallverarbeitung in Aßlar und Übelacker in Wetzlar. Die Optiken liefern unter anderem Meuser Optik und Befort Wetzlar. Die Oberflächen der mechanischen Bauteile werden bei Süss eloxiert. „Unsere Wertschöpfung ist sehr stark regional verankert, weil wir hier von allem das Beste haben“, betont Carsten Jung. „Da machen wir keine Abstriche.“

Gesunde Mischung aus Know-how und Pioniergeist

Und weil das Beste auch bei den Kunden bestens ankommt, ist seine Firma in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Die ursprünglichen Räumlichkeiten an der Spilburg in Wetzlar wurden zu klein. Einen Bauplatz für sein neues Firmengebäude fand Jung in Aßlar-Werdorf. Im Juni 2017 ist CJ-Optik mit rund 20 Mitarbeitern eingezogen und inzwischen gut angekommen. Stolz ist der Chef, aber nicht größenwahnsinnig: „Wir könnten schon wieder mehr Platz brauchen, aber mir ist ein gesundes Wachstum wichtiger als jede noch so steile Erfolgskurve.“

Es ist die gesunde Mischung aus Know-how und Pioniergeist, aus bewährter Technik und deren intelligenter Integration, die die Firma CJ-Optik und ihren Inhaber auszeichnet. Die Kunden wissen, was sie von dem erfolgreichen Mittelständler bekommen: innovative Technologie auf höchstem Niveau. Dieser Ruf eilt dem Unternehmen voraus – und er hat mittlerweile auch die großen OEMs der Branche erreicht: Zu den Partnern von CJ-Optik gehören die Hoffmann Group und ATMOS, der größte Einheiten-Hersteller im Bereich HNO, neuerdings auch Panasonic Medical.

Ausgezeichnetes Dentalmikroskop mit intelligentem Zubehör

Im vergangenen Jahr wurde das Dentalmikroskop „Flexion“ von CJ-Optik sogar beim German Design Award 2017 mit einer „Special Mention“ ausgezeichnet. Die Jury zeigte sich überzeugt von dem „Hightech-Produkt, das insgesamt sehr progressiv und modern wirkt“. Für die Entwickler von CJ-Optik ging es vor allem um eine ausgeklügelte Bauform und Handhabung: ergonomisch perfekt über ein Kugelsystem justierbar und ausgestattet mit einer integrierter LED-Beleuchtung, die 5.700 K Tageslichtqualität liefert. Das System wird komplettiert durch einen iPad-Anschluss sowie einen medizinischen Monitor mit Spannungsversorgung direkt aus dem Mikroskop.

Und als wäre das noch nicht genug, verfügt das „Flexion“ als einziges Operationsmikroskop über einen Adapter für kommerzielle Kameras. „Es gibt Leute, die meinen, das braucht keiner. Aber immer mehr Chirurgen oder Zahnärzte wollen genau das, um operative Eingriffe dokumentieren und aufzeichnen zu können.“ Letztlich, so Carsten Jung, soll der Kunde selbst entscheiden, welches System er will und welche technologischen Standards er haben muss oder einfach nur möchte. Bei CJ-Optik hat er die Wahl, denn zu jedem Mikroskop gibt es intelligentes Zubehör, zu jedem System ein Upgrade.

Kunden vertrauen auf gute Ideen und höchste Qualität

Dabei verkauft CJ-Optik seine Produkte nur in seltenen Fällen direkt an die Kunden, sondern fast ausschließlich über ein kontinuierlich wachsendes Händlernetz. „Die Medizintechnik ist serviceintensiv, und das könnten wir als mittelständisches Unternehmen von Aßlar aus gar nicht leisten.“ Hinzu kommen länderspezifische Anforderungen, die etwa in besonders heißen oder feuchten Klimazonen berücksichtigt werden müssen: in den Emiraten, in Malaysia, Singapur oder Indonesien.

Da ist sie also wieder vor dem geistigen Auge, die Weltkarte, und mittendrin Carsten Jung, der dann noch etwas erzählt, was man kaum glauben mag: „Rund 20 Prozent meines Umsatzes und Kundenakquise mache ich über Facebook“, berichtet er mit großen Augen und blickt in fragende Gesichter. „Ja klar“, antwortet er: „Ich habe neulich einen Adapter gepostet, 15 Minuten später war der erste verkauft. Das funktioniert natürlich nur, weil uns die Kunden vertrauen, dass wir gute Ideen und höchste Qualität liefern. Darauf können sie sich hundertprozentig verlassen.“

Die Social Media Plattform wird seine vielen Reisen trotzdem nicht überflüssig machen. Daran ändern auch die 5.000 Follower nichts. Denn die Kunden kaufen zwar Produkte von CJ-Optik, aber sie vertrauen und verlassen sich vor allem auf die optische Kompetenz von Carsten Jung und sein besonderes Gespür für die feinen Unterschiede.

 

Weitere Informationen:

www.cj-optik.de

 

Hier fertigen hochqualifizierte Mitarbeiter innovative Technologie auf höchstem Niveau.
Hier fertigen hochqualifizierte Mitarbeiter innovative Technologie auf höchstem Niveau.
Endkontrolle des Dentalmikroskops ?Flexion? vor der Auslieferung.
Endkontrolle des Dentalmikroskops „Flexion“ vor der Auslieferung.