Leica Microsystems

Neue Software für Lebendzellforschung

Leica Microsystems bringt die Leica Application Suite Advanced Fluorescence (LAS AF) 3.2 auf den Markt und verbessert damit 3D-Analyse, 3D-Messungen und 3D-Visualisierung für Weitfeld- und Konfokalmikroskopie.

(Bild: Leica Microsystems)
(Bild: Leica Microsystems)

2005 hat Leica Microsystems die Leica Application Suite Advanced Fluorescence (LAS AF) für Weitfeld- und Konfokal-Mikroskopsysteme veröffentlicht. Nun legt das Unternehmen die Version 3.2 der Software-Plattform für anspruchsvolle Anwendungen im Bereich der Lebendzellforschung nach. Die Schwerpunkte der aktuellen Version liegen auf 3D-Analyse, 3D-Messungen und 3D-Visualisierung. Die 3D-Funktionalitäten sind besonders für Nutzer des Widefield-Super-Resolution-Systems Leica SR GSD 3D von Leica Microsystems interessant: Sie ermöglichen die Darstellung von GSD-Informationen (Ground State Depletion) als volumengerechnete Bilder und erweitern die hochaufgelösten Bilder somit um eine dritte Dimension.

Die 3D-Analyse erlaubt Nutzern die direkte Messung verschiedener Aspekte intrazellulärer Strukturen in der LAS AF, wie zum Beispiel das Volumen von Zellkernen, deren Oberfläche oder Entfernungen und Winkel zwischen den Zellkernen. Individuelle 3D-Objekte können mit dem interaktiven 3D-Messwerkzeug vermessen werden. Zur automatischen Messung führt ein Hilfsprogramm die Nutzer Schritt für Schritt durch die 3D-Analyse. Die Fähigkeit, komplexe Bildanalyseformeln zu verarbeiten, macht den 3D Image Calculator zum Schlüsselelement des Programms.

Darüber hinaus enthält die LAS AF 3.2 eine Bildergalerie zur schnellen Durchsicht von Experimenten, zur Bildselektion und zur automatischen Identifizierung der Bilder mit dem besten Fokus. Die Bildergalerie bietet dem Anwender zudem die Möglichkeit, aufgenommene Bilder in einer Übersichtsgalerie anzuschauen – sogar während eines Experiments. Alle Positionen eines Multipositions-Experiments können mit Hilfe eines Schiebereglers auf einen Blick über die Zeit verfolgt werden.

Die Adaptive Fokuskontrolle (AFC), eine Hardware-basierte Fokus-Stabilisierung, ist sowohl für Probenhalter mit Glas-, als auch für Proben mit Plastikboden geeignet. Die Auswahl an nutzbaren Petrischalen und Mikrotiterplatten mit Plastikboden wurde deutlich erweitert. Durch eine Vergrößerung des Arbeitsbereichs kann die AFC den Fokus jetzt noch tiefer in der Probe halten. Dies ist ein Vorteil, der sich vor allem bei Objektiven mit großem Arbeitsabstand bemerkbar macht, die hauptsächlich bei Experimenten mit Plastikschalen verwendet werden.

Für besonders hohe Kameraauflösung und Aufnahmegeschwindigkeit hat Leica Microsystems die Auswahl an sCMOS-Kameras namhafter Hersteller erweitert. sCMOS-Sensoren wurden speziell für wissenschaftliche Anwendungen mit Weitfeld-Systemen entwickelt. Sie sind hochempfindlich, verursachen wenig Rauschen und erreichen hohe Bildraten von bis zu 100 Bildern pro Sekunde. Forscher profitieren von der hohen Bildauflösung und -qualität des sCMOS-Sensors.

 

Weitere Informationen:

www.leica-microsystems.com