JLU & THM

Unendliche Weiten

Ein Studium an zwei Hochschulen – zum Wintersemester 2017/18 startet in Gießen der neue Studiengang „Physik und Technologie für Raumfahrtanwendungen“. Der Countdown läuft.

Physikalisch geprägte Technologien sind in der Raumfahrt gefragter denn je: Das Spektrum reicht von hocheffizienten Solarpaneelen zur Energiewandlung über elektrische Raumfahrtantriebe bis zu Lasern in Kommunikationssystemen. Der Satellitenmarkt wächst immens durch den ständig steigenden Bedarf an Kommunikation und Datenaustausch.

Angesichts dieser Entwicklung ist qualifizierter Nachwuchs gefragt. Entsprechende Experten in Theorie und Praxis auf diesem Gebiet auszubilden, ist das vorrangige Ziel des Studiengangs Physik und Technologie für Raumfahrtanwendungen (PTRA). Studiert wird an zwei Hochschulen: an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM). Der 6-semestrige Bachelor-Studiengang ist praxis- und anwendungsnah ausgerichtet. Die Verzahnung von Theorie und Praxis wird in durch die Kooperation zwischen den beiden Hochschulen gewährleistet.

An der JLU und THM gibt es rund 15 Professuren, die wichtige Forschungsbeiträge zum Themenfeld „Raumfahrt“ leisten und das Studienprogramm Physik und Technologie für Raumfahrtanwendungen begleiten. Neben der Physik bildet die Elektrotechnik einen Schwerpunkt, denn beide Fachdisziplinen spielen im Anwendungsfeld Raumfahrt eine zentrale Rolle. Interne und externe Praktika sind zentrale Inhalte des Studienprogramms.

Vor allem profitieren die Studierenden von der anwendungsnahen Forschung und Lehre. So hat sich die JLU dem integrativen Leitkonzept der „Translating Science“ verschrieben – also der Übersetzung gesellschaftlich relevanter Themen in interdisziplinäre Fragestellungen. Die Forschung und Lehre an der THM ist per se praxisnah ausgerichtet, Labore werden hier von den Studierenden, aber auch im Rahmen von Kooperationen mit Industriepartnern genutzt. Das heißt, die Studierenden arbeiten in einem professionellen Umfeld mit unmittelbarem Kontakt zu anderen Forschungseinrichtungen und Firmen.

Zudem werden die Forschungsaktivitäten zu elektrischen Raumfahrtantrieben zurzeit an JLU und THM zu einem Interinstitutionellen Labor vereint. Hier sollen in Weltraumsimulationsanlagen elektrische Raumfahrtantriebe getestet und entwickelt werden. Beste Voraussetzungen also, um den wissenschaftlichen Austausch zu stärken, Kooperationen zu initiieren und die Studierenden der Physik und Technologie für Raumfahrtanwendungen exzellent betreuen zu können.

 

Weitere Informationen:

www.uni-giessen.de/ptra