Im Leitz Optic Center werden kundenspezifische optische Systeme entwickelt. (Bilder: Ralf A. Niggemann)
Im Leitz Optic Center werden kundenspezifische optische Systeme entwickelt. (Bilder: Ralf A. Niggemann)

Leica Microsystems

Leitz Optic Center

Ernst Leitz hat vorgelebt, wie man mit dem Anwender und für den Anwender Fachwissen generiert und nutzbar macht. Diese schöne Tradition setzt das Leitz Optic Center fort. Hier will Leica Microsystems verstärkt kundenspezifische Lösungen im OEM-Bereich anbieten.

Rückblickend lässt sich – wie so oft – nur schwer sagen, was zuerst da war: War es die Forschung, die im 19. Jahrhundert den Siegeszug der Mikroskopie mächtig ankurbelte? Oder war es eher umgekehrt? Von Beginn an trieb Ernst Leitz I bekanntlich die technische und optische Weiterentwicklung des Mikroskops persönlich voran, die wissenschaftlichen Möglichkeiten seiner Zeit fest im Blick. Je weiter wiederum die Wissenschaft in die Erforschung von Mikroorganismen vordrang, desto leistungsfähiger mussten die Mikroskope sein. So viel steht jedenfalls fest: Bei Leitz scheint letztlich zusammengefunden zu haben, was zusammengehört. Dabei war es Ernst Leitz ein besonderes Anliegen, durch seine engen Kontakte zur Forschung und Wissenschaft Innovationen zu realisieren, die sein Unternehmen zum Weltmarktführer machten: „Mit dem Anwender – für den Anwender“.

Daran soll nun das Leitz Optic Center anknüpfen. Der Name steht sozusagen für das Programm. Das Programm reicht aber bewusst über den Tellerrand der Mikroskopie hinaus. „Unsere optischen und systemischen Designs basieren auf einem herausragenden Erfahrungsschatz. Diese Trümpfe können und wollen wir bei kundenspezifischen Projekten noch stärker ausspielen“, erklärt Raimund Bayer, der als OEM-Manager aus dem Leitz Optic Center heraus bereits zahlreiche Projekte betreut.

Mehrwert für Forschung und andere Geschäftsfelder

Einen Schwerpunkt bilden zum einen die exzellenten Forschungsbereiche in den Life Science, wo nicht zuletzt der Mehrwert spezifischer Mikroskopie-Lösungen zu bahnbrechenden Ergebnissen führt. Das weiß kaum jemand besser als der Nobelpreisträger 2014 in Chemie, Prof. Stefan Hell
vom Max Planck Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen: „Die Zusammenarbeit und das persönliche Vertrauen, die über die Jahre gewachsen sind, lassen sich nicht so ohne Weiteres ersetzen. Außerdem war Leica eines der wenigen Unternehmen mit dem erforderlichen technischen Fachwissen, um meine Ergebnisse aus der Grundlagenforschung auf dem Gebiet der optischen Nanoskopie in Geräte umzusetzen, die von jedermann verwendet werden können.“

Diese Erfahrung und Expertise soll zum anderen in Branchen und Geschäftsfeldern einfließen, die nicht vordringlich mit Mikroskopie zu tun haben, aber hochwertige optomechanische und auch optoelektronische Mikroskopie-Komponenten brauchen. Auch hier kann die spezielle Produktionseinheit des Leitz Optic Center schnell und verlässlich optimale Lösungen für individuelle Kundenbedürfnisse identifizieren. „Unsere OEM-Kunden profitieren von der herausragenden Qualität unserer Produkte und von den einzigartigen Ressourcen unserer Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und Logistik sowie der weltweiten Servicebereiche“, betont Dr. Claus Gunkel, Standortleiter Produktion.

Präzision, Prozessqualität und moderne Fertigungstechnologie

Fachwissen, Transparenz und Zusammenarbeit auf Augenhöhe gewährleisten hohe Leistung und Qualität. Das Leitz Optic Center bietet alles aus einer Hand. Die Zusammenarbeit mit dem Kunden beginnt schon im Entwicklungsprozess und endet mit dem fertigen Produkt. So können alle relevanten Schnittstellen berücksichtigt werden, um optomechanische oder optoelektronische Systeme optimal zu integrieren – in der wissenschaftlichen Forschung ebenso wie in der Konsumgüterindustrie. Hohe Präzision und Prozessqualität liefern Optikprodukte der Spitzenklasse. Moderne Fertigungstechnologie, effiziente und transparente Abläufe und beständige Qualitätssicherung gewährleisten jene gewohnt hohe Qualität, die die Kunden von Leica Microsystems und Leitz erwarten.

Das Spektrum reicht von Linsen und Prismen über Spiegel und Filter bis hin zu ganzen optischen Systemen, die speziell auf die Anforderungen des jeweiligen Kunden entwickelt und konstruiert werden. Zudem garantiert Leitz absolut homogene Vergütungen mit Sperrfilter-Toleranzen von unter 3 Nanometer. Die Dicke der einzelnen Vergütungen kann von einigen Nanometern bis zu mehreren Mikrometern mit über 100 Einzel-Schichten pro Oberfläche variieren. Dabei kommen moderne Hochvakuum-Vergütungsanlagen mit PE-PVD (Plasma-Enhanced Physical Vapor Deposition) zum Einsatz. Ein individuell angepasstes Beschichtungsdesign umfasst Anti-Reflexions-, Laserschutz- und Spiegelbeschichtungen von UV bis IR. Die Glasoberflächen erhalten zuvor bei Bedarf ein Superfinishing mittels Ionenstrahl-Bearbeitung. Die Messtechnik erlaubt die Qualifizierung von Lambda/40-Flächen.

Überzeugende Argumente, auf die es in spezifischen Kundenprojekten ankommt

Dank der präzisen Spezifikationen und minimalen Toleranzen im Fertigungsprozess lassen sich die optischen Komponenten nahtlos in komplexe Unterbaugruppen integrieren. Das ist gerade bei spezifischen Kundenprojekten ein maßgeblicher Vorteil. Im Leitz Optic Center kulminieren das Wissen und die Fähigkeit, um passende Optiken für eine Vielzahl von Anwendungen zu entwickeln und zu fertigen – und sogar systemische Lösungen, für die es in dieser Form noch gar kein Vorbild gibt. In solchen Fällen sind Leitz und Leica Microsystems als Vorreiter auf dem Gebiet der optischen Systeme für die Halbleiterkontrolle, Messtechnik, biowissenschaftliche Forschung, Qualitätssicherung, medizinische Industrie und die spektroskopische Analyse die idealen Partner.

„Von diesen Argumenten lassen sich bestehende OEM-Kunden und Neukunden gerne überzeugen“, sagt Raimund Bayer. Im Februar präsentierte sich das Leitz Optic Center auf der SPIE Photonics West in San Francisco, Anfang März auf der W3+ FAIR in Wetzlar. Es sind dieselben Argumente, auf die es nicht nur bei der Kundenakquise, sondern bei jeder Projektrealisierung aufs Neue ankommt: mit dem Anwender – für den Anwender. Und bei kundenspezifischen Projekten in besonderem Maße. Das ist es, was das Leitz Optic Center in vielerlei Hinsicht auszeichnet.

 

Weitere Informationen:

www.leitz-optics.com

 

Mit dem Anwender ? für den Anwender: Dr. Claus Gunkel (rechts) und Siegbert Velten.
Mit dem Anwender – für den Anwender: Dr. Claus Gunkel (rechts) und Siegbert Velten.